Nr. 68: Das Rührei wird hart

Eigentlich wollten wir ja auch Pause machen. Länderspiele und so. Ihr wisst schon. Aber dann kam Grindel, die DFL-Sitzung zu 50+1, Rummenigge, Rummenigge all night long und beim DFB weiß man nicht, wie man Dateien löscht. Dazu noch das Tuchel-Debakel der Bayern und schon mussten wir uns eingestehen, dass eine weitere Woche ohne drei90 eigentlich verantwortungslos ist. Deshalb, trotz Länderspielpause, geht es weiter. Was sagt man dazu?

Wir wünschen viel Spaß!

Unsere T-Shirts, Hoodies und Taschen findet Ihr im Shop. Alles zum kleinen Preis, wir sind ja keine Preistreiber. Guck einfach mal rein.

Außerdem freuen wir uns natürlich über Eure Geschenke von der Wunschliste und ganz besonders wenn Ihr uns auch weiter hören wollt und den Jahresbeitrag locker macht. Danke!

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Wir freuen uns über Eure Kommentare entweder hier im Blog oder auf Twitter und Facebook. Ganz besonders würden wir uns über ein paar frische Rezensionen auf itunes freuen. Das hilft uns tatsächlich. Auch hier rockt ihr, liebe Hörer aber wer noch nicht mitgemacht hat, kann uns ja mal einen Stern oder zwei geben und ein Sätzchen dazu schreiben. Das wäre ganz zauberhaft.

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9 thoughts on “Nr. 68: Das Rührei wird hart

  • Was euch auch freuen wird: alle Spiele in der Liga in Gibraltar werden im selben Stadion gespielt. Weil’s einfach kein anderes gibt dort. Bester Verein dort in der Liga: Manchester 62 F.C., früher bekannt als Manchester United of Gibraltar F.C. Es gibt dort außerdem auch einen Boca Juniors Gibraltar F.C. Spielen aber leider eine Liga drunter, ein Aufeinandertreffen Manchester United gegen Boca Juniors ist also nur im Cup möglich.

  • re Eure 50+1 Diskussion:

    Ich weiß jetzt nicht mehr, wer von Euch wann welche Äußerung getätigt hat, der diesen Gedankengang bei mir innerhalb weniger Synapsen durchgeschoben hat (und den Ihr leider nicht weiter verfolgt habt). Ich will das der Vollständigkeit halber als These hier trotzdem mal hinschreiben (ein Erkenntnisgewinn, so oft hat man das bei Euch ja nicht):

    – Das einzige DFL-Mitglied, das von einem Wegfall von 50+1 genau gar nichts zu befürchten hat, das sind die Bayern. Weil niemand in Deutschland durch Anteilsverkäufe und noch so irrsinniges Hineinpumpen von Fremdgeld aufholen kann, was die bereits durch die paar bereits veräußerten Anteile und jederzeit für irrsinniges Geld leicht aufstockbare Veräußerungen von weiteren kleinen Anteilen eingenommen haben.

    – Selbst KHR muss aufgefallen sein, dass die Überlegenheit der Bayern in der Bundesliga mittlerweile der Vermarktung des Wettbewerbs Deutscher Meister in der Bundesliga und damit letztlich der Vermarktung der Bayern schadet.

    – Daraus folgt: Will man die Bayern innerhalb der Bundesliga weiterhin wie gewohnt vermarkten, dann muss an dieser Überlegenheit zumindest im Detail geschraubt werden.

    – Daraus kann man (soweit ich das sehe) zwei mögliche Forderungen ableiten:

    a) Die Gesamteinnahmen der Bundesliga-Teilnehmer werden homogener verteilt (Grundgedanke: Gegen irgendwen müssen die Bayern ja spielen, also sind die anderen Teilnehmer essentieller Teil der Umsatz-Voraussetzungen). Sprich: Den Bayern wird Geld weggenommen.

    b) Alle anderen Bundesligisten sollen sich mit Haut und Haar an irgendwelche Spinner verkaufen, die kurzfristig tonnenweise Kohle in sie hineinblasen.

    Ich setze mal kurz meinen Aluhut auf und frage mich, welche dieser beiden Alternativen KHR und Konsorten wohl als angenehmer empfinden mögen. b) Mehr Geld im System? In dem System, dessen Geldumsatz ihr auskömmliches Einkommen rechtfertigt? Oder a) mehr Verteilungsgerechtigkeit im System? Was bedeutet, dass der Anteil am Gesamtumsatz ihres Arbeitgebers schrumpft, und damit ihr zu rechtfertigendes Einkommen?

    Ist natürlich eine voll abwegige Verschwörungstheorie.

  • Ein bisschen weiter gehört (in Sachen Podcasts eine mich echt überfordernde Woche):

    So im Nachhinein fällt mir immer mehr auf, was mir an Eurer Unterhaltung komisch vorkam. Ihr tut die ganze Zeit so, als seien die “Vereine”, die Mitglieder der DFL sind, allesamt eigenständige juristische Personen, die ihr Handeln ausschließlich an ihren eigen Interessen ausrichten. Was in einer – juristisch betrachtet – idealen Welt auch so wäre. In der realen Welt aber handeln für diese Clubs Menschen, die ihre eigenen Interessen verfolgen (unhaltbare Spekulation). Und für die natürlich von Vorteil ist, wenn kurzfristig mehr Geld im Markt ist. Weil sie im Zweifel in genau diesem Markt in ein bis drei Jahren den nächsten Job suchen.

    Ich persönlich kann dem übrigens als Gladbach-Fan recht gelassen gegenüber stehen. Weil “wir” in der Effenberg-Story damals bewiesen haben, dass unsere Satzung und unsere Mitglieder jeden Investor ausreichend abschrecken. In einer Situation, in der wir praktisch abgestiegen waren (Gruß an den Effzeh), weshalb das wohl auch mittelfristig stabil sein dürfte. Und trotzdem können wir absurde Summen für Ginter et al ausgeben. Und eine Struktur haben, die selbst ein Trainer, der es in der Historie des Trainer-Lieblings Bendtner zu einer gesonderten Erwähnung brachte (wunderbares Interview), nicht unterhalb des grauen Mittelmaßes schieben kann. Scheiße, klar. Aber mal so aus der Distanz betrachtet: Sehr erträgliche Scheiße. Mich deucht weiterhin, mit Axel und Basti als Fans von Vereinen, die längst Anteile veräußert haben bzw. dies formal ermöglichen, teile ich nicht so richtig das Gesprächsthema. Wenn ich so gelassen bin, dann liegt das vielleicht an mir. Schubsen die Investorenvereine meine Borussia – selbst bei spaßeshalber mal wieder guter Arbeit – aus den Top 8? Ja gut, dann spielt sie halt im Mittelmaß. Oder um den Abstieg. Aber sie bleibt meine Borussia [ich könnte jetzt hier ein Essay über das Wort “meine” einfügen und wie sehr das verblasst ist, aber das ist jetzt nicht das Thema].

    An einer Stelle jedoch bin selbst ich aus meiner Lethargie aufgewacht: Als Basti unwidersprochen der Mär des selbstlosen Mäzen Klaus-Michael Kühne aufgesessen ist. Leute, guckt doch mal hin. Genau wie viele andere angebliche Mäzene des Fußballs schenkt Kühne dem HSV nichts, sondern drängt ihm Darlehen und umgewandelte Anteile auf. Das ist doch wirklich nicht schwer zu durchschauen. Und wenn man das so will, dann kann man das ja auch so machen. Ist ja nicht mein Bier. Aber dann soll man das bitte auch so kommunizieren.

  • [Ab hier bitte nur noch weiter lesen, wenn man mich mag (und wer würde das tun)]

    Und jetzt mal was völlig anderes.

    Während ich mich heute einerseits mit dem drei90-Kosmos und andererseits mit meinem Spaß am Dienstag beschäftigt habe, kam mir der kranke Gedanke:

    Ich fände das so geil, würde die Stimme von Christian Streich Auszüge aus meinen an sich völlig uninteressanten Beobachtungen anlässlich eines unwichtigen Kirmes-Spiels vorlesen.

    Komme mer zu dem, was mich eigentlisch intressiere täte: Desch Poblikom. Du meine Güte. So fille Leude, die könne laud sie. Abba..

    Fände natürlich niemand geil außer mir. Als nachweislich begeisterter Hörer der allerersten Stunde, der niemals irgendetwas negatives über das Projekt (oder seine charakterlich minderbemittelten Beteiligten) geäußert hat, steht mir dieser Wunsch zu, finde ich.

    Also, ihn zu haben. Ihm zu entsprechen selbstredend nicht.

  • Unabhängig davon, ob Regensburg und Kaiserslautern für oder gegen Rettigs Antrag gestimmt hatten (vermutlich eher für) und unabhängig davon, ob vielleicht die Mehrheit der Bundesligisten Rummenigges Meinung teilt: Das Votum lautete 18:4! Rummenigge offenbart mit seinen Äußerungen in meinen Augen ein katastrophales Demokratieverständnis. Zudem liefert er einfach das Bild eines erbärmlichen Verlierers ab. Laut Berichten hat sich der FC Bayern in Person von Finanzvorstand Dreesen aus der Diskussion am Donnerstag rausgehalten. Chance vertan. Interessant finde ich übrigens, dass ja einige der 50+1 Gegner, auch hier, immer besonders laut damit warben, dass man nur mit Fremdkapital eine Chance auf eine spannendere Liga hätte und die Bayern sich doch freuen, wenn die anderen sich in ihren alten Traditionen wälzen und den Bayern so nie gefährlich werden. Nun bildet ausgerechnet der FC Bayern mit Karl Heinz Roleääh Rummenigge die Speerspitze der 50+1 Gegner. Für eine spannende Liga? Oder doch eher, weil man in Bayern am Modell Chelsea, Paris, ManCity gefunden hat? Und noch eine letzte Anmerkung: Die respektlosen Äußerungen von Rummenigge lassen nicht nur auf einen fragwürdigen Charakter schließen, sondern auch darauf, dass der Antrag wohl nicht so schwammig war und die 50+1 Gegner durchaus einen herben und erwarteten Schuss vor den Bug erlitten haben

  • Großartige Folge. Mal wieder ein herrliches Tippspiel und unfassbare Redundanzen aus Mittelstadt. Habe sehr gelacht obwohl ich nichts getrunken habe.
    Grüße!

  • Guten Tag Drei90,
    schöne Grüße vom Autohof auf der Pfefferhöhe an der A5.
    Habe die lange Osterpause genutzt um die neuste Folge zu hören und war doch relativ erstaunt als BastiRed auf die Idee kam sich von einem Trucker mitnehmen zu lassen, als er vor langer Zeit am Bahnhof in Kassel festhing.
    Basti, auch wenn deine Fußball Ansichten teilweise fragwürdig bleiben, hätte ich dich gerne mitgenommen. Trucker sind immer da, wenn jemand Hilfe braucht.
    Ich muss jetzt noch bis morgen (Ostermontag) 22 Uhr hier verweilen und werde mir die Zeit unter anderem mit der Jubiläumsfolge des Eintracht Podcast versüßen.
    Grüsse,
    #Drei90Trucker

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