Nr. 155: Andreas Häßler

Ohne Enzo, dafür wieder mit Axel starten wir in die Nachbetrachtung des ersten Spieltags der neuen Saison. David ist natürlich zufrieden, muss sich aber damit abfinden das Dreisamstadion wohl nicht mehr von Innen sehen zu können, Basti hat die Ruhe weg und Axel erzählt ein bisschen über die aktuelle Shitshow beim 1. FC Köln. Dann steht plötzlich Enzo doch in der Tür und aus Kulturpessimismus wird Kulturterrorismus.

Viel Spaß!

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3 thoughts on “Nr. 155: Andreas Häßler

  • Schöne Auftaktfolge. Danke für Effzeh-Aufarbeitung und Bewertung. Danke für Kulturpessimismus.
    Aber warum war eigentlich die Münchner Ehrentribüne kein Thema?
    Ich war lange nicht mehr so wütend, weil Bilder, Worte und Berichterstattung skandalös und/oder sehr peinlich waren:
    – Unfassbar, dass man sich beim FCB nicht vorher überlegt, welche Vorbildwirkung Bilder haben können.
    – Unfassbar, dass sich die Ehrentribüne trotz der Covid-Lage ohne Abstand und ohne Maske präsentierte.
    – Peinlich, dass der DFL-Chef sich nicht traute, die FCB-Granden auf das DFL-Hygienekonzept hinzuweisen.
    – Schwer zu glauben, dass die Rechtsabteilung des FCB in der bayerischen Verordnung den Paragraphen nicht finden konnte, der mit “Sport” überschrieben war.
    – Frech, wie Kahn im Interview behauptete, man habe alle Vorschriften eingehalten.
    – Peinlich, dass das ZDF nicht in der Lage war, in den 45 Minuten vor dem Interview mal kurz zu googeln, was in der bayerischen Verordnung und im DFL-Hygienekonzept steht.
    – Peinlich, dass die Sportschau die Szene überhaupt nicht erwähnte.
    – Unfassbar das Rechtsverständnis und die ekelhafte Gönnerhaftigkeit von Herrn Rummenigge: man werde künftig Abstand halten, wenn es denn gewünscht sei. NEIN Herr Rummenigge, so funktioniert das nicht. Wenn die Verordnung veröffentlicht ist gilt sie, ab sofort und auch für den FCB. Da braucht es keine Gesundheitsministerin, die sich speziell auch vom FCB wünscht, dass auch dieser Verein die Regeln der Verordnung einhält.
    DIE BUNDESLIGA SPIELT IMMER NOCH AUF BEWÄHRUNG!!!

  • Finde etwas seltsam, dass Ihr einerseits den ganzen Kräften zutraut, die praktischen Corona-Einschränkungen gegen die Fans auch nach der Pandemie zu behalten, weil es sich doch bewährt habe. Und andererseits als erwiesen anseht, dass Müller-Römer kein Eigeninteresse daran haben kann, bei der MV keine zehntausenden Express-Leser per “virtuellen Verfahren” dazu zu schalten, weil keine Wahlen anstehen. Spielt das doch mal zusammen: Macht man das dieses Jahr, dann werden die daran Interessierten danach die Karte ziehen, dass man das zukünftig bei jeder MV so machen solle. Weil es sich doch bewährt habe und die Beteiligung so viel höher gewesen sei und das doch – wie von Euch auch behauptet – so ein wichtiges demokratisches Gut sei. Ich sage nicht, das Müller-Römer so tickt (ich würde es tun). Ich sage nur, dass dieser Gedanke ein naheliegendes Eigeninteresse von ihm sein könnte, die Anwendung des “virtuellen Verfahrens” auch in einem Jahr ohne Wahlen zu verhindern.

    Die Ansicht, eine hohe Beteiligung sei automatisch demokratischer, teile ich übrigens nicht. Für die Wahlen in der Demokratie sind eine hohe Wahlbeteiligung und geringe Hürden essentiell. Für die Binenndemokratie in einem Verein sehe ich das nicht so. Ein eV ist nämlich keine Gebietskörperschaft, in der die Wähler den Nichtwählern ihre Macht aufzwingen. Ein eV ist eine juristische Person und seine Mitgliederversammlung verwaltet letztlich das Vereinsvermögen. Da kann der Satzungsgeber des Vereins (also die MV) schon verlangen, dass an den wesentlichen Entscheidungen nur teilnimmt, wer auch bereit ist, dazu eine gewisse Hürde zu überwinden. Wie z.B. das persönliche Erscheinen bei einer MV. Wer dazu nicht bereit ist, der hat halt an der Verwaltung des gemeinsamen Vermögens kein ausreichendes Interesse. Da von den Entscheidungen aber nur das Vereinsvermögen und die Binnen-Interessen im Verein betroffen sind, und das restliche Leben der Nicht-Wähler davon nicht tangiert wird, ist das zumutbar.

  • Was eure Suche nach einer würdigen Lektüre angeht, kann ich mich nur wiederholen: “Sdaiv – Die Entführung der Fußball-Nationalmannschaft”. Antiquarisch sehr günstig erstehbar (was möglicherweise auch daran liegt, dass das Buch selbst in der ungebrauchten Originalausgabe anno 2006 nur 9,50 Euro kostete).

    Der SWR urteilte, offenbar ganz unironisch, dazu: “Das Buch zum aktuellen Thema Fußballweltmeisterschaft ist nicht nur für Fans der Sportart interessant. Der Aufbau in einzelne Szenen, die chronologisch die Ermittlungsarbeit der Polizei beschreiben, erzeugt eine ungeheure Spannung. Alles wird dadurch garniert, dass alle handelnden Personen aus der aktuellen Fußballszene treffend charakterisiert werden, obwohl die Namen der Personen frei erfunden sind. Es ist unvorstellbar: Der deutschen liebstes Kind wird entführt – eine unbeschreibliche Dreistigkeit von Verbrechern, so kurz vor der WM im eigenen Lande.” Wem da nicht bereits das Herz aufgeht, der hat miserable Fußball-Krimis nie geliebt. Zumal es, geographisch gesehen, für David eine Art Heimspiel ist. (Jedenfalls, wenn wir Freiburg respektive das badisch/allemanisch-schweizerische Grenzgebiet als Heimstätte des Herzens nehmen. Und nicht Darmstadt. Oder Worms. Oder Vietnam…) Lasst ihn einfach mal in dem Werk querlesen und anhand dessen entscheiden, ob das nicht was für drei90 wäre.

    Et finalement, der öffentlich zugänglichen Leseprobe als Apéritif entnommen:
    “Bellmann hatte ein ungutes Gefühl. Sein Nacken wurde heiß und gleichzeitig lief eine Gänsehaut seinen Rücken hinunter. Er hatte die Situation sofort erfasst und brauchte keine weitere Bestätigung.”
    Ich bitte um unwillkürliche Begeisterung! Selbst auf dem Königshof, bekanntlich die Heimat zerbissener Lippen und erstaunlicher Genickmuskulaturen, dürfte man nicht zu einer derart erstaunlichen physischen Reaktion fähig sein…
    http://www.ralf-kurz.de/Sdaiv.htm

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