Nr. 227: mil trucs fiscals

Natürlich geht kein Weg daran vorbei. Wir müssen über den Saisonauftakt reden, über die Bayern, die in der Liga nix zu suchen haben und über eventuelle Panik vor einem noch beschisseneren Produkt, als es die Bundesliga jetzt schon ist. Wir, also eigentlich nur Axel, schimpfen wieder über den VAR und versuchen zu ergründen, ob es die Regeln sind, die das Spiel scheiße machen, oder der Einsatz der Technologie. Antwort ausstehend. Außerdem versuchen wir zu ergründen was sich der BVB mit Tony Modeste verspricht und warum Herr Laporta vielleicht mal ein Sachbuch zur Hand nimmt. Zum krönenden Abschluss haben wir wieder einen Gast, nämlich Holger, der uns als Fan von Hannover96 mitnimmt in den dunkelsten Fuchsbau Niedersachsens. Da kommt man nicht so schnell raus. Den link zum angesprochenen Video und weitere Infos zum Hannover Vertrag gibt es hier.

Viel Spaß!

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2 thoughts on “Nr. 227: mil trucs fiscals

  • Zur VAR-Diskussion: ich war immer dagegen, aber meine Befürchtungen (Entscheidungs-Zentralisierung mit allen Nachteilen: Intransparenz, unnötige Komplexität, Kölner Keller-Gemauschel aka Korruption) hat im Nachhinein betrachtet zwar stattgefunden, aber ist bei weitem nicht das Schlimmste.
    Ich gebe Axel völlig recht, die eigentliche Katastrophe ist, dass der VAR den Sport kaputtmacht und das hat in der Form wohl niemand kommen sehen.
    Du hast dir leider tatsächlich das falsche Beispiel ausgesucht Axel, aber es war andererseits auch sehr illustrativ, denn die Intensität mit der du deinen Schmerz -und nichts anderes ist es- nach außen trugst, war beeindruckend.

    Fussball ist zwar Wettkampf, Rasenschach, Kondition, Taktik, Leidenschaft – aber für die Fans ist der Fussball hauptsächlich um nicht zu sagen ausschliesslich Emotion und die wird komplett getötet. Jeder Jubel abgebrochen, jede schöne Aktion versaut. Nur damit irgendein Gerechtigkeits-Ideal erfüllt wird, was ohnehin unerreichbar ist (wo ziehen wir die Grenze bei der Abseitsgenauigkeit? Millimeter, Mikrometer, Nanometer?) bzw. im Auge des Betrachters liegt. Und wer legt denn fest ob der Betrachter ein Schiri, ein Schiri-Team, eine Kamera, ein Computer oder ein Hochleistungscomputer mit Hochleistungskamera oder ein Elektronenmikroskop ist? Im Namen der Gerechtigkeit?

    Es wird durch den VAR für den Fussballfan mehr zerstört als geschaffen wird: aus jedem Spiel ist bekannt, dass wenn zu sehr auf den Regeln herumgeritten wird, wenn ständig die Erziehungsberechtigten eingeschaltet werden – der Spielspaß nie aufkommt. Menschen sind emotional, ihnen das wegzunehmen ist eine Katastrophe.
    Fussball ohne Emotion ist wie Schach-WM der Computer-Engines gucken. Das ist maximal spannend, auch viel hochklassiger und fehlerloser als der Wettkampf zwischen Menschen – aber emotionslos und selbstverständlich wird kein Massenpublikum erreicht, eine Identifizierung findet definitiv nicht statt.
    Technokratie ist das passende Wort.

    Gut, ohne handfeste finanzielle Interessen setzt sich kein Technokrat durch, deswegen noch meine Theorie zur Ursache des VAR:
    WETTANBIETER. Die haben ein starkes Interesse, den Fussball maximal zu reglementieren und in statistisch erfassbare Bahn en zu lenken und jegliches Risiko zu minimieren (Schiris sind ein immenses Risiko, wissenschon). Die Wettanbieter wollen jeden Millimeter des Fussballfeldes kontrollieren und berechnen und deren Modelle sind darauf angewiesen den menschlichen Faktor zu minimieren. Und haben das nötige Kleingeld um das auch durchzudrücken.
    Ich erinnere mich dunkel mal gelesen oder gehört zu haben dass Fussball verglichen mit Handball oder Basketball der ungerechteste Sport ist, weil so wenige Aktionen so viel entscheiden und es deswegen dort auch die meisten Überraschungen gibt.
    Man könnte also mit Fug und Recht behaupten: die Ungerechtigkeit macht den Fussball erst spannend und zu dem was er ist!

    Der Zyniker mag jetzt noch einwenden “wo sich früher über den Schiri aufgeregt wurde, wird sich heute über den VAR aufgeregt, ist doch alles bestens, das System funktioniert, auch emotional”, aber der Stadionfussball wird durch den VAR zu sehr beschädigt, als dass dass diese VAR-Emotionen das ausgleichen könnten. Zumal es jeden Spieltag derselbe Keller ist, nicht ein neuer Schiri, was beim machtlosen Fan zur Resignation und Abwendung führt, wie beim elektrogeschockten Hamster der jegliches Interesse verliert. Another brick in the wall.

    PS: Ich hab das Gefühl dass mein Kommentar noch nicht fringe genug war. Dieses deutsche “Ordnung muss sein” und der Ruf nach Autorität, nach Regeln und das wohlige Sühlen in den Ketten hat klar autistische Züge: absolute Kontrolle, totale Reglementierung – weil alles andere ein Graus ist und Autisten ohne nicht klarkommen und unter den Normalos leiden.
    Diese angebliche Gerechtigkeit wird an anderer Stelle mit Füßen getreten aber in der kleine VAR-Welt ist der autistischen Gier nach Perfektion zumindest Genüge getan. Nix gegen Autisten die können ja eh nix für und ich glaub ja das dt. Volk ist generell betroffen (jedenfalls wenn man die ausländische Sicht auf Deutschland als Maßstab nimmt).

Ihr habt uns was zu sagen? Kommentare hier hin.